Deo Ist die Abkürzung für Deodorant. Ein Deo enthält von Natur aus kein Aluminium. Der Zusatz “aluminiumfrei” ist daher sinnlos.
Die Aufgabe eines Deos ist es, zu desodorieren, also den Geruch (odor) zu beseitigen, beziehungsweise ihn zu überdecken.
Deos enthalten in der Regel auch noch Substanzen, die in der Lage sind, Bakterien zu hemmen. Bakterien, die dafür verantwortlich sind, den Schweiß auf der Haut zu zersetzen und so unangenehmen Gerüche zu erzeugen.
Schweiß besteht aus Wasser und unter anderem aus verschiedenen Ionen wie Natrium, Kalium und Chlorid.
Wenn der Körper seine Temperatur reduziert, sorgt er dafür, dass wir schwitzen.
Um das Wasser in den gasförmigen Zustand zu versetzen, wird Energie benötigt. Wärmeenergie. Diese entzieht der Schweiß der Umgebung, dadurch werden die Wassermoleküle weniger stark voneinander angezogen, sodass sie in die Gasphase übergehen. Durch den Entzug der Wärme kühlt der Körper dann ab.
Wir besitzen zwei Arten von Schweißdrüsen: Die kleinen und die großen Schweißdrüsen.
Die kleinen Schweißdrüsen sind auf der ganzen Körperoberfläche verteilt und tragen zur Thermoregulation bei.
Die großen Schweißdrüsen befinden sich zum Beispiel in den Achselhöhlen. Sie werden erst während der Pubertät aktiv.
Antitranspirantien, auch Antiperspirantien genannt, können alles das, was ein Deo auch kann. Da sie aber zusätzlich noch Aluminiumsalze, wie das am häufigsten verwendete Aluminiumchlorohydrat (ACH), enthalten, sorgen sie dafür, dass die Schweißdrüsen an der Stelle, an der man sie aufträgt, vorübergehend blockiert werden. Das hat zur Folge, dass man an dieser Stelle weniger schwitzt.
Für den Körper ist es relativ egal, ob die Schweißdrüsen unter den Achseln nun blockiert werden oder nicht. Er kann seine Temperatur trotz allem noch regulieren.
Okay, das ist also kein Problem. Aber wie sieht es mit der Aluminiumaufnahme durch Antitranspirantien aus? Ist die ein Problem? Nein!
Hohe Aluminiumdosen können beim Menschen zwar neurotoxische, also das Nervensystem schädigende Wirkungen haben, aber gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den regelmäßigen Gebrauch von Antitranspirantien sind nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand unwahrscheinlich.
Die Menge an Aluminium, die durch Antitranspirantien aufgenommen wird, ist nämlich relativ niedrig.
Niedriger als wir noch vor ein paar Jahren dachten, als überall vor Aluminium in Sprays und Rollern gewarnt wurde.
Schuld daran war das Bundesinstitut für Risikobewertung, kurz BfR, das 2014 eine Stellungnahme herausgab, in der stand, dass allein durch die tägliche Anwendung von aluminiumhaltigen Antitranspirantien die tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge an Aluminium, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegt wurde, überschritten werden könnte.
Allerdings, so gaben sie an, wisse man wenig “über die Aufnahme und Wirkung von Aluminium aus kosmetischen Mitteln über die Haut”. Zudem sei auch nicht wirklich klar, welches gesundheitliche Risiko man überhaupt eingehe, wenn Aluminium über einen längeren Zeitraum hinweg über die Haut aufgenommen werde. Nötig wären daher mehr Studien, um das abschließend beurteilen zu können.
Die Presse interpretierte das jedoch als wäre Antitranspirantien unglaublich böse, weshalb sie vor aluminiumhaltigen Antitranspirantien warnten.
Die Menschen bekamen es daher mit der Angst zu tun und mieden das bösen Aluminium. Die Hersteller sprangen auf den Zug auf und gingen dazu über, mehr Deos auf den Markt zu bringen und nun explizit damit zu werben, dass ihre Deos kein Aluminium enthalten. Was Deos ja per Definition schon nicht tun.
Da es mittlerweile aber aussagekräftigere Studien gibt, brachte das BfR im Juli 2020 eine neue Stellungnahme heraus, in der mitgeteilt wurde, dass nur 0,00192 Prozent von der unter den Achseln aufgetragenen Aluminiummenge überhaupt in den Körper aufgenommen wird. Das ist durchaus eine geringe Menge.
Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den regelmäßigen Gebrauch von Antitranspirantien sind nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand daher unwahrscheinlich.
Größer wird die aufgenommene Menge Aluminium in den Körper allerdings, wenn man statt eines Rollers ein Spray verwendet, da man so meist zusätzlich noch das Aerosol einatmet.
Ebenso wird empfohlen, Antitranspirantien nicht auf frisch rasierte Haut aufzutragen, da verletzte Haut besser durchblutet ist und so mehr Aluminium aufgenommen werden kann.
Zusammenfassend lässt sich daher sagen, dass zu viel Aluminium zwar schlecht für uns ist und wir auf die Gesamtmenge der Aluminiumaufnahme achten müssen, aber die Aufnahme durch Antitranspirantien ist so gering, dass wir nicht darauf verzichten müssen.

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