Paracetamol ist ein Wirkstoff, der als schwaches Schmerzmittel und zum Fieber senken Verwendung findet. Wie genau Paracetamol wirkt, ist nicht geklärt. Bekannt ist, dass eine zentrale Hemmung der Prostaglandin-Synthese an der Wirkung beteiligt ist.
Der Name Paracetamol leitet sich von para-(Acetylamino)phenol ab.
In englischsprachigen Ländern, wie in den USA und in Kanada, nennt man den Wirkstoff Acetaminophen. para-(Acetylamino)phenol.
In Australien und in Großbritannien wird aber, wie in Deutschland auch, Paracetamol gesagt.
Im Gegensatz zu den NSAR, den nicht steroidalen Antirheumatika, wie Ibuprofen, Diclofenac und ASS greift Paracetamol nicht die Magenschleimhaut an und wirkt kaum entzündungshemmend und thrombozytenaggregationshemmend.
Bei einer kurzfristigen Einnahme ist Paracetamol gut verträglich, obwohl bei der Verstoffwechselung ein giftiges Abbauprodukt, das N-Acetylchinonimin, entsteht, das vom Körper jedoch durch Glutathion entgiftet wird – wenn man es nicht überdosiert.
Die maximale Tagesdosis für einen Erwachsenen liegt bei 4000 Milligramm pro Tag, bei einer Einzeldosierung von 500 bis 1000 Milligramm.
Wird eine zu hohe Dosis Paracetamol eingenommen, ist nicht mehr genügend Glutathion zum Entgiften des N-Acetylchinonimins vorhanden, was dazu führt, dass dieses nun an die Leberzellen bindet und so zu deren Absterben führt. Es kommt zu einem Leberversagen, was durchaus auch tödlich enden kann.
Hat man allerdings Alkohol im Blut und leidet deshalb unter fiesen Kopfschmerzen, sollte man nicht Paracetamol als Schmerzmittel wählen.
Durch den Alkohol im Blut wird vermehrt N-Acetylchinonimin gebildet, da leider zusätzlich nicht auch noch mehr von Glutathion gebildet wird, kann Paracetamol folglich bereits in normalen Dosen gefährlich werden.
Was man in der Regel bei einem Kater einnehmen kann, ist Ibuprofen. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten. Ibuprofen kann die Magenschleimhaut reizen. Da Alkohol ebenfalls irritierend auf den Magen wirkt, kann die Einnahme von Ibuprofen nach übermäßigem Alkoholkonsum das Risiko für Magenbeschwerden oder Magengeschwüre erhöhen.
Was die Leber betrifft, werden sowohl Alkohol als auch Ibuprofen von der Leber verarbeitet. Nach starkem Alkoholkonsum ist die Leber bereits belastet, und die zusätzliche Einnahme von Ibuprofen könnte diese Belastung verstärken.
Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Am besten eine Elektrolytlösung.
Ansonsten gilt, wie es Dr. Carsten Schleh in unserem gemeinsamen Buch “Die Wahrheit über unsere Drogen” formuliert hat: Alkohol ist ein Zellgift. Es schädigt deinen Körper nachweislich schon in geringen Mengen. Und: Jeder herkömmliche Vollrausch ist eine Alkoholvergiftung!

„Die Wahrheit über unsere Drogen“ habe ich zusammen mit Dr. Carsten Schleh geschrieben. Es erschien am 27.10.2023.

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